Skip to content
95 % der Erwachsenen betroffen: Was die neue Mundgesundheitsstudie über unsere Zähne verrät 95 % der Erwachsenen betroffen: Was die neue Mundgesundheitsstudie über unsere Zähne verrät

95 % der Erwachsenen betroffen: Was die neue Mundgesundheitsstudie über unsere Zähne verrät

Du putzt zweimal täglich, greifst zur Zahnseide, und denkst dir: „Ich mach das doch eigentlich ganz gut." Und trotzdem zeigt die neuste große Mundgesundheitsstudie aus Deutschland, dass bei den meisten von uns mehr im Argen liegt, als wir ahnen. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Gewohnheiten kannst du gezielt gegensteuern – und das ganz ohne Aufwand.

Was die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS 6) zeigt

Die Sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie ist eine der umfangreichsten Untersuchungen zur Zahngesundheit der deutschen Bevölkerung und hat kürzlich ihre neuesten Ergebnisse präsentiert – mit einigen überraschenden Zahlen. Rund 95 % der untersuchten Erwachsenen weisen demnach parodontale Auffälligkeiten auf. Das klingt dramatisch, aber was bedeutet das eigentlich?

Parodontale Auffälligkeiten reichen von leichten Zahnfleischentzündungen bis hin zur ernsteren Parodontitis – einer Erkrankung des Zahnhalteapparats, die unbehandelt zum Zahnverlust führen kann. Aktuell sind rund 14 Millionen Menschen in Deutschland von einer schweren Parodontitis betroffen. Und das Erschreckende daran: Die meisten merken es zunächst gar nicht, denn Parodontitis verläuft oft schmerzlos.

Weitere Zahlen aus der Studie zeigen: Über 46 % der 35- bis 44-Jährigen putzen noch immer manuell. Und auch bei der Putzdauer hapert es – 50 % der Deutschen unterschreiten die empfohlenen zwei Minuten. Nur gerade einmal 4 % nutzen täglich eine vollständige Mundpflegeroutine mit elektrischer Zahnbürste, Zahnpasta, Mundspülung und Zahnseide.

Warum Zähneputzen allein nicht ausreicht

Das klingt vielleicht nach schlechten Neuigkeiten – aber es ist vor allem eine Einladung, die eigene Routine zu überdenken. Denn selbst wer wirklich gut und gewissenhaft putzt, schafft es laut aktuellen Laborstudien meist nicht, sämtliche Plaque zu entfernen. Nach dem Putzen ist bei vielen noch rund die Hälfte der Zähne am Zahnfleischrand von Plaque bedeckt – unabhängig davon, ob mit Hand- oder elektrischer Zahnbürste geputzt wurde.

Der Grund: Die Zahnzwischenräume – also genau die Stellen, die von außen kaum zu erreichen sind – bleiben beim Bürsten größtenteils unberührt. Genau dort sammeln sich Bakterien besonders gerne, und genau dort entstehen Karies und Zahnfleischentzündungen besonders leicht.

Die Lösung liegt in einer konsequenteren Gesamtroutine, die mechanische und chemische Reinigung miteinander verbindet.

Die 3-fach-Prophylaxe: So schützt du deine Zähne wirklich

Aktuelle wissenschaftliche Empfehlungen setzen auf die sogenannte 3-fach-Prophylaxe: Eine Kombination aus drei Pflegeschritten, die einander ergänzen und gemeinsam deutlich effektiver sind als jeder einzelne Schritt für sich.

  • Schritt 1 – Zahnbürste + Zahnpasta: Die Basis bildet natürlich das Zähneputzen. Eine hochwertige Zahnpasta mit wirksamen Inhaltsstoffen – wie Fluorid für den Schutz des Schmelzes oder Hydroxylapatit für die Remineralisierung – ist dabei entscheidend. Hier lohnt es sich, auf Qualität zu setzen.
  • Schritt 2 – Interdentalpflege: Zahnseide, Interdentalbürsten oder Wasserflossen reinigen die Lücken zwischen den Zähnen – die Stellen, die die Zahnbürste einfach nicht erreicht. Täglich angewendet, senken sie das Risiko für Zahnfleischerkrankungen erheblich.
  • Schritt 3 – Mundspülung: Eine antibakterielle Mundspülung sorgt dafür, dass auch in schwer erreichbaren Bereichen Bakterien bekämpft werden. Eine aktuelle 24-wöchige Studie zeigte: Im Vergleich zur rein mechanischen Reinigung bietet die 3-fach-Prophylaxe mit Mundspülung mehr als das Fünffache an zusätzlichem Schutz vor Zahnfleischproblemen.

Klingt nach viel Aufwand? Im Alltag dauert die gesamte Routine höchstens vier bis fünf Minuten – und das zweimal täglich. Ein kleiner Zeitaufwand für einen riesigen Unterschied.

Was du jetzt konkret tun kannst

Die DMS 6 macht deutlich: Das Wissen um gute Mundhygiene ist weit verbreitet – aber die Umsetzung im Alltag hapert noch. Das ist menschlich, und das ist keine Kritik. Es ist einfach eine echte Chance, die eigene Zahngesundheit zu verbessern.

Starte klein: Wenn du noch keine Interdentalpflege nutzt, probier es diese Woche mit einem einzigen Abend. Wenn deine Zahnpasta schon eine Weile dieselbe ist, lohnt sich vielleicht ein Blick auf modernere Formulierungen mit wissenschaftlich fundierten Wirkstoffen.

Und denke daran: Deine Zahngesundheit hängt direkt mit deiner allgemeinen Gesundheit zusammen. Parodontitis steht in Verbindung mit Herzerkrankungen, Diabetes und weiteren systemischen Erkrankungen. Was du für deine Zähne tust, tust du also auch für deinen ganzen Körper.

Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung

Die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie ist kein Grund zur Panik – sondern eine Einladung zur Reflexion. 95 % klingt erschreckend, aber es zeigt auch: Du bist damit definitiv nicht allein. Und weil du diesen Artikel liest, bist du bereits einen Schritt weiter als die meisten.

Gönn dir eine Mundhygieneroutine, die wirklich funktioniert: mit einer guten Zahnpasta, täglicher Interdentalpflege und einer Mundspülung, die auch die letzten Winkel erreicht. Deine Zähne werden es dir danken – und dein Zahnarzt auch.

Du möchtest wissen, welche Zahnpasta wirklich gut für dich ist? Entdecke die Zahnpasten von Dr. Bauer's – entwickelt von Zahnärzten, mit hochwertigen Inhaltsstoffen, die du dir und deiner Familie guten Gewissens empfehlen kannst. 💚

Leave a comment

Back to top